Sowjetisches Ehrenmal Tiergarten: Dieses Relikt der Besatzungsperiode und der Nachkriegszeit steht an der Kreuzung der alten Siegesallee und der Charlottenburger Chausee, die heute Straße des 17. Juni genannt wird. Die Anlage mit einer Gesamtflache von 60.400 Quadratmetern wurde am 11. November 1945 als Gedenkstätte eingeweiht, die an die beim Sturm auf Berlin gefallenen Sowjetsoldaten erinnert. Major Grigori L. Krawzow leitete den Bau der Anlage, zu der die Bildhauer Wladimir E. Zigal und Lew E. Kerbel beitrugen. Im Bild sieht man nur die Kolonnadenarchitektur der Anlage, die aus Granitquadern der zerstörten Reichskanzlei erbaut ist. Über den Kolonnaden erhebt sich ein marmorverkleideter Mittelpfeiler, auf dem eine große Bronzestatue eines Rotarmisten steht. Die sechs Seitenpfeiler symbolisieren die Waffengattungen der Roten Armee, und unter den entsprechenden Abzeichen wurden die Namen von 35 gefallenen Soldaten eingemeißelt. Der gärtnerische Teil des Geländes beherbergt die Gräber von 2500 gefallenen Soldaten, obwohl die genauen Angaben nicht bekannt sind. Die Anlage fungiert als Mahnmal und Gefallenenfriedhof. Zwei derzeit stillgelegte Wasserfontänen, die sich hinter den Kolonnaden befinden, versinnbildlichen die Tränen und die Trauer der Völker der ehemaligen Sowjetunion, die sich aus den im Krieg gefallenen Genossen ergeben. Am 22. Dezember 1990 wurde die ständige Ehrenwache zum letzten Mal abgeschafft, als die Sowjetführung das Mahnmal an die Berliner Landesregierung übergab.

Im Zusammenhang mit den Begriffen, mit denen die Anlage bezeichnet wird, tauchen "Denkmal" und "Mahnmal" auf. Die ehemaligen Sowjetbürger dürften die Anlage als "Denkmal" betrachten, weil sie an die gefallenen Helden der Roten Armee erinnert und gleichzeitig die Gefallenen ehrt. Andererseits dürften die Deutschen beide Begriffe gleichzeitig anwenden. Wenn man die Anlage "Mahnmal" nennt, beschwört der Begriff eine Erinnerung an die Nationalsozialisten herauf, die in die Sowjetunion kriegführend einmarschierten. 1945 besiegte die Rote Armee zusammen mit den alliierten Streitkräften den Rest der Hitler-Armee. Im Gegensatz zum Begriff Mahnmal beschwört "Denkmal" das Nachdenken über die deutschen Gefallenen herauf, die in der Wehrmacht ehrenvoll dienten und ihre Heimat verteidigten, ohne dass sie sich in die Verbrechen der Nationalsozialisten verwickelten.

This relic of the period of occupation and the post war era stands where the old Siegesallee and the Charlottenburger Chausee (today Straße des 17. Juni) cross. The park has a total area of 60,400 square meters. It was dedicated on November 11, 1945, as a memorial to Soviet soldiers who were killed storming Berlin. Major Grigori L. Kravzov led the construction of the park, to which the sculptors, Vladimir E. Zigal and Lev E. Kerbel, contributed. In the picture, one sees the colonnade, which was constructed from granite blocks taken from the destroyed Reichskanzlei (Chancellery of the Third Reich). A marble center column rises above the colonnade, and a statue of a Red Army soldier stands on it. The six columns to the sides symbolize the branches of the Red Army; and, under the corresponding emblems, the names of 35 soldiers, killed in action, are chiseled into the marble. The graves of 2500 soldiers, killed in action, are located in the garden part of the park, although the exact details are not known. The park functions as a memorial and as a cemetery for soldiers killed in action. Two fountains, which currently are not operating, symbolize the tears and the sorrow of the people of the former Soviet Union, which arise in the comrades of those soldiers killed in the war. On December 22, 1990, the continual honor guard was changed for the last time, when the memorial was turned over to the government of Berlin.

In the context of the terms with which the park is named, two arise, Denkmal (monument) and Mahnmal (memorial). The former Soviet citizens may consider the park as a Denkmal, because it is a reminder of the heroes of the Red Army and, at the same time, it honors those killed in action. On the other hand, the Germans may apply both terms concurrently. When the park is called a Mahnmal, the term evokes a remembrance of the Nazis, who invaded the Soviet Union in a war of aggression. In 1945, the Red Army together with the Allied Forces defeated the remainder of Hitler's army. In contrast to the term Mahnmal, Denkmal evokes reflection over the German soldiers killed in action, who served honorably in the Wehrmacht (German Army during World War II) and defended their home, without involving themselves in the crimes of the Nazis.







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Photographs © Gary L. Catchen